Von Chile nach Peru in 4 Wochen.
Santiago de Chile Erster Tag.
Chile soll es also für uns beide sein. Irgendwann habe ich von dem südamerikanischen Land etwas gehört. Margot Honecker soll auch dort leben. Na ja, in Deutschland ist das Wetter trotz kalendarischem Hochsommer eher trüb, da ist der Übergang in den entsprechenden Winter auf der Südhalbkugel nicht so groß. Diese kühne Behauptung wird allerdings im Verlaufe der Reise kräftig widerlegt. Angekommen in Santiago de Chile, der Hauptstadt des Landes haben wir schon das erste Mal die schneebedeckten Gipfel der Anden überflogen. Unsere Unterkunft ist spartanisch eingerichtet, aber billig. Um die nächtlichen Temperaturen zu überbrücken, steht ein gewagter Elektroheizkörper in der Ecke. Was wir noch nicht wissen- es ist das einzigste beheizte Zimmer auf unserer gesamten 4-wöchigen Reise. Als wir des Nachmittags auf den nicht weit entfernten Hausberg steigen wird uns klar, dass es uns in der Kürze der Zeit in Santiago wohl nicht gelingen wird, die Frau Margot unseres verstorbenen Staatsoberhauptes zum Kaffee zu besuchen.
El Colorado Skihang Zweiter Tag
Gleich zu Beginn wollen wir alles. Schnee. Eine wunderbare Fahrt in ca. 2 Stunden führt uns über vierzig Spitzkehren in die Andenregion noch El Colorado. Die normalen Linienbusse passen halt nicht durch die Kurven, deshalb fahren wir mit enem Microbus. Die High Society von Chile vertreibt sich hier ihre freien Stunden. Die Lifte sind Made in Austria, wohl alte ausrangierte Teile aus den Alpen. Der Schnee ist rar, aber hier oben zählt der Gedanke, das in Deutschland Sommer ist. Am Abend machen sich die anstrengenden Stunden im Flieger (20 an der Zahl) bemerkbar, aber 12 Stunden Schlaf bis in frühen Morgen müssen doch reichen.